Seminar Messen des Gefahrgutkreises Regen

09.11.2019

Fortbildungsseminar „Meßtechnik“ der Feuerwehren des Gefahrgutzuges in Zwiesel

Die Feuerwehren des Gefahrgutzuges im Landkreis Regen sind Spezialisten für Unfälle und Schadensfälle mit gefährlichen und umweltgefährdenden Stoffen. Neben dem normalen feuerwehrtechnischen Wissen verfügen sie über umfangreiche Zusatzkenntnisse. Dieses Wissen muss auch einer ständigen Aus- und Fortbildung unterliegen, um für die Schadensfälle mit Gefahrstoffen, die glücklicherweise nicht sehr oft auftreten, auch voll umfänglich gerüstet zu sein. Für den Gefahrgutzug zeichnet Kreisbrandmeister Robert Lang aus Zwiesel verantwortlich und er ist ständig darum bemüht, den Ausbildungsstand hoch zu halten. So hat er zusammen mit den Kommandanten und Fachausbildern im sogenannten Arbeitskreis Gefahrgut in diesem Jahr ein ganztägiges Fortbildungsseminar zum Thema Meßtechnik organisiert. Ausbildungsziel war, dass die Teilnehmer alle im Landkreis Regen vorhandenen Meßgeräte für atomare und chemische Gefahren kennenlernen und dann auch richtig bedienen können. Zudem wurde auch das fachgerechte Nehmen von Proben für die Dokumentation geschult.

Zu Beginn führte am vergangenen Samstag Lehrgruppenleiter Bernhard Karl von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg die Teilnehmer in das Thema ein. Dabei erläuterte er die Grundlagen des ABC Konzepts Bayern und die dazu vom Freistaat Bayern beschaffte Ausstattung für diese Sondersparte der Feuerwehr. So stellt beispielsweise vom Freistaat beschaffte Gerätesatz Meßtechnik eine bayernweit einheitliche Grundausstattung dar. Diese wird durch die örtlich vorhandene Meßtechnik je nach Bedarfsfall ergänzt. Im Anschluß erläuterte Markus Dahlke vom der Feuerwehr Zwiesel die im Landkreis Regen verfügbaren Gasmeßgeräte und die genutzten Meßnachweisprotokolle. Dabei erläuterte er die Meßgeräte zum Feststellen der Unteren Explosionsgrenze und zum Nachweis von bestimmten Gefahrstoffe ebenso wie die Prüfröhrchensysteme zum Messen von Gaskonzentrationen. Die Messungen werden immer an festgelegten und im Einsatzfall gekennzeichneten Messpunkten durchgeführt und die Ergebnisse im Meßnachweisprotokoll festgehalten. Über die vorhandenen Meßgeräte für den Nachweis von Radioaktivität referierte der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Regen Peter Stoiber. Dosisleistungsmesser, Dosisleistungswarner, Dosismessgerät und Teletektorsonde – für einige Teilnehmer waren dies neue Begriffe, da diese Geräte nur bei der Feuerwehr Regen vorgehalten werden.

Nach einer Mittagspause ging es dann für die 36 Teilnehmer an die praktische Schulung im Umgang mit den Meßeräten. In fünf Stationen wurden die unterschiedlichen Meßgeräte und die Ausstattung für die Probenahme eingehend geschult. Jeder Teilnehmer musste dabei den richtigen Umgang mit den Gerätschaften üben, so dass er es im Einsatzfall auch handhaben kann. Die Teilnehmer des Seminars kamen aus dem Feuerwehren Regen, Teisnach, Viechtach, Zwiesel, Linden und March. Diese Feuerwehren stellen auch das Personal für den Gefahrgutzug des Landkreises Regen und halten auch entsprechende Sonderausrüstung vor.